Fütterstörung im Baby- und Kleinkindalter

 

  „Mir ist der Appetit vergangen!“   „Das schmeckt zum Kotzen!“

Bei einer Fütterstörung handelt es sich um eine für das frühe Kindesalter spezifische Störung beim Gefüttert werden mit unterschiedlicher Symptomatik:

  • Appetitlosigkeit/ Verweigerung
  • Frustessen
  • Körperl. Unwohlsein
  • Schuld-/Versagensängste
  • Erpressbar (Kind und Eltern)
  • Zunehmendes Risiko für kindl. Entwicklung und Eltern-Kind-Beziehung

Allgemein umfasst sie Nahrungsverweigerung und extrem wählerisches Essverhalten bei angemessenem Nahrungsangebot, einer kompetenten Betreuungsperson und in Abwesenheit einer organischen Krankheit.

Begleitend kann wiederholtes Heraufwürgen der Nahrung ohne Übelkeit oder eine gastrointestinale Krankheit vorhanden sein.

  • Fütterprobleme bestehen mind. seit einem Monat
  • Füttern häufiger als alle 2 Stunden
  • Dauer der einzelnen Mahlzeit mehr als 45 Minuten

Eltern sollen ernst genommen werden!

Leider wissen noch immer zu wenig Ärzte über die anerkannte Störung (ICD10: F98.2)

Bescheid und verordnen daher auch kaum Logopädierezepte für diesen speziellen Fall.
Eltern fühlen sich nicht ernst genommen in Ihrer Problematik und in Ihren Ängsten.

Gerade bei Babys und Frühgeborenen sind die Ängste meist sehr hoch und die Schuldgefühle, seinem Kind nicht angemessen Nahrung zuführen zu können, wachsen immer mehr.
Dabei können logopädische Therapeuten hierbei mit Rat und Tat zur Seite stehen und die angespannten Essenssituationen, je früher Hilfe angenommen wird, meist schnell lösen.

Nicht therapierte Fütterstörungen können auch bis ins Jugendalter anhalten.
Mit zunehmender Zeit sind die Esssituationen zu Hause dadurch immer schwieriger zu gestalten

Sprechen Sie mit einem Logopäden und/oder fragen Sie Ihren Arzt!