Fütterstörung im Baby- und Kleinkindalter


Behandlungsansatz:

Mein Therapieansatz basiert auf dem einzigartigen Therapiekonzept, entwickelt von Miss Marjorie Meyer Palmer (M.A., Speech Pathologist, Pediatric Feeding Specialist und Expertin im Rahmen der Intensivmedizinischen Versorgung von Frühgeborenen), welches mir durch intensive Fortbildungen durch sie ermöglicht:

  1. Säuglinge und Kleinkinder von der Sondennahrung zu entwöhnen („weaning“)
  2. einen individuellen Fütterplan, abgestimmt auf das jeweilige Kind (in sehr enger Zusammenarbeit mit den Eltern), aufzustellen und umzusetzen und
  3. mittels NOMAS®(Neonatal Oral-Motor Assessment Scale nach Marjorie Meyer Palmer) diese Methode auch noch messbar zu machen (ab Oktober 2021 in unserer Praxis möglich)


Was ist eine Fütterstörung?

Bei einer Fütterstörung handelt es sich um eine, für das frühe Kindesalter/Säuglingsalter, spezifische Störung beim Gefüttert werden mit unterschiedlicher Symptomatik:

  • Appetitlosigkeit/ Verweigerung
  • Sondenernährung
  • Frustessen
  • Körperliches Unwohlsein
  • Schuld-/Versagensängste
  • Zunehmendes Risiko für kindl. Entwicklung und Eltern-Kind-Beziehung

Allgemein umfasst sie die Nahrungsverweigerung und/oder extrem wählerisches Essverhalten bei angemessenem Nahrungsangebot.

Begleitend kann wiederholtes Heraufwürgen der Nahrung ohne Übelkeit oder eine gastrointestinale Krankheit vorhanden sein.

  • Fütterprobleme bestehen mind. seit einem Monat
  • Füttern häufiger als alle 2 Stunden
  • Dauer der einzelnen Mahlzeit mehr als 45 Minuten
  • Bei Frühgeborenen kommen eine Vielzahl von Begleiterscheinungen und/oder Ursachen der Fütterstörung hinzu, die auch organischer Natur sein können

Eltern sollen ernst genommen werden!

Leider wissen noch immer zu wenig Ärzte über die anerkannte Störung (ICD10: F98.2) Bescheid und verordnen daher auch kaum Logopädierezepte für diesen speziellen Fall. Eltern fühlen sich nicht ernst genommen in Ihrer Problematik und in Ihren Ängsten.

Gerade bei Babys und Frühgeborenen sind die Ängste meist sehr hoch und die Schuldgefühle, seinem Kind nicht angemessen Nahrung zuführen zu können, wachsen immer mehr.

Dabei können logopädische Therapeuten hierbei mit Rat und Tat zur Seite stehen und die angespannten Essenssituationen, je früher Hilfe angenommen wird, meist schnell lösen.

Nicht therapierte Fütterstörungen können auch bis ins Jugendalter anhalten.

Mit zunehmender Zeit sind die Esssituationen zu Hause dadurch immer schwieriger zu gestalten.